Samstag, den 26. Mai 2018

Mit Klaus Riegert baden gehen oder lieber mit Sascha Binder facebooken?

Der Wahlkampf nimmt derzeit auch im Landkreis Göppingen deutlich an Fahrt auf. Überall werben die Parteien auf Plakaten und in Fußgängerzonen intensiv um die Gunst der Wähler. Die Outlook-Kalender auf den Blackberrys der Bundestagskandidaten sind vollgestopft mit Terminen.  Es wird als höchste Zeit, sich mit diesem wirklich spannenden Thema intensiv zu beschäftigen.

Seit Matthews denken kann, stehen Medienvertreter und Kommunikationsexperten der Wahlwerbung kritisch gegenüber. So auch in diesem Jahr. Es ist oft schick andere zu kritisieren und sich selbst so hinzustellen, als ob man alles besser machen würde. Es wird kritisiert, dass es an Ideen fehlen würde. Die besseren wären obendrein noch geklaut.

Horizont: Wahlwerbung gut geklaut

Stern: Wahlkrampf 2009

Spiegel: Wahlwerbung und Kommentare

Aber seien wir doch mal ehrlich: wollen wir als Umworbene tatsächlich hochkreative Bilder mit polarisierenden Werbeaussagen? Eher nein, na ja vielleicht doch ein bisschen. Dass eindeutige Aussagen und nicht austauschbare Motive zumindest im Konsumgütermarketing funktionieren, wissen wir seit der Lila Kuh und dem grünen Segel von Becks bestens. Doch wie sieht es mit der Wahlwerbung aus?

Werfen wir einmal einen Blick in die Vergangenheit: „KEINE EXPERIMENTE“ ging den Deutschen in den 50er Jahren so unter die Haut, dass sie tatsächlich  Konrad Adenauer wählten. Eine Motto, mit dem übrigens auch der Bad Boller Bürgermeister Hans-Rudi Bührle in Verbindung mit emotionalen Heimatmotiven einen Bürgermeisterwahlkampf für sich entscheiden konnte, der ziemlich lange auf der Kippe stand. Umgekehrt hat Matthias Wittlinger in Uhingen mit Unterstüzung der CDU-Truppe und der Positionierung „FRISCHER WIND“ das Rennen gegen den beliebten aber parteiloseen  Hauptamtsleiter Reinhard Goldmann gemacht. 

Gerne blicken wir auf den Wahlkampf in den USA zurück. Eine Aussage, ein Mann und ein neuer Kommunikationskanal sorgten dort für klare Verhältnisse. „YES, WE CAN CHANGE“ hat die ganze Welt ergriffen und für positive Stimmung gesorgt. Das für die USA so wichtige Thema „Spenden“ wurde via Internet komplett auf den Kopf gestellt.

Im bundesweiten Wahlkampf hingegen, so Spiegel Online, werden von den großen Parteien zahlreiche Parolen sowie diffuse Versprechen verwendet. Nicht so die Linke. Die brandaktuelle Fokussierung „DEUTSCHLAND DARF KEINEN KRIEG FÜHREN“ dürfte dem ehemaligen saarländischen Napoleon Lafontaine weitere Follower bescheren. Warum? Die gleichen Gründe  wie im Konsumgütermarketing: 

  • Emotionales Thema und Ansprache
  • Klare Profilierung
  • Gebetsmühlenartige Wiederholung

Aber richten wir unseren Blick wieder auf die Parteienlandschaft im Landkreis und analysieren die Online-Auftritte der Kandidaten.

Das aktuelle

–> Online-Wahlbarometer

für den Stauferkreis:

 1. CDU: www.klaus-riegert.de

PageRank 3, über 1000 verweisende Links, eigener Chat, 11.500 Treffer bei Google-Namenssuche

Klaus_Riegert

Klaus Riegert zu Besuch bei der Mineralbrunnen AG Überkingen-Teinach.

 2. SPD:  www.saschabinder.de

Pagerank 2, 112 verweisende Links, 6730 Treffer bei Google-Namenssuche, Auftritt in Facebook.

 

3. Die GRÜNEN: www.Bernhard-Lehle.de

Pagerank 1, 9 verweisende Links, 844 Treffer bei Google-Namenssuche

4. FDP:   www.Werner-Simmling.fdp.de

Pagerank k.A., verweisende Links k.A, 440 Treffer bei Google-Namenssuche

4. Die LINKE: Sabine RÖSCH-Dammenmiller, www.keine-eigene-Homepage.de

2730 Treffer bei Google Namenssuche

Dammenmiller

Aber aufgepasst: Nichts ist beständiger als der Wandel. Sicherlich wird es bis zur Bundestagswahl am 27. September 2009 noch die ein oder andere Überraschung geben. Auf jeden Fall wünschen wir uns für den Kreis eine große Wahlbeteiligung.

 PS: Die drei Lieblings-Wahlmotive von Matthews-MarketingBlog.de

Klaus Riegert - groß Vera

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Begründungen: Matthews kennt Herrn Riegert nur als guten Fußballer und liebt Politikerinnen, die mehr zu bieten haben:-) Der Fanzug für Sascha Binder hebt sich ebenfalls vom Werbe- Einerlei positiv ab.

Was lernen wir noch aus dem Wahlkampf? Mit Bundespräsident Horst Köhler darf nicht geworben werden. Diese Erfahrung musste auch Klaus Riegert nach immerhin 17 Jahren MdB machen.

Lesen Sie hier den Bericht der Südwestpresse.

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