Montag, den 18. Dezember 2017

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Jetzt kann jeder ins Mordloch eintauchen

Jetzt kann jeder ins Mordloch eintauchen

„Das Mordloch liegt im Eybtal oberhalb von Geislingen (LAGE: Mordloch). Es entstand entlang eines Kluftnetzes im Kalkgestein der Alb. Ein steiler Gang verbindet die Höhlenbasis mit einem höher gelegenen Höhlenteil. Bei Regenfällen steigt das Wasser in der Höhle sehr schnell an, was 1977 zu einer dramatischen Rettungsaktion für eingeschlossene Höhlentaucher führte.

Seinen Namen hat das Mordloch nach einer Sage. Vor etlichen hundert Jahren sollen Wilderer in der Nacht den Eybacher Schlossförster ermordet und in der Höhle versteckt haben. Der Hund des Försters jedoch suchte und fand seinen Herren. Der Mörder stürzte kurz darauf am Ravensteiner Felsen ab und bekannte auf dem Sterbebett seine Tat.

Im Jahre 1800 wurde ein erster Befahrungsbericht über das Mordloch veröffentlicht. 1883 hatten die beiden Roggenmüller das Mundloch der Quelle erweitern lassen, um das abfließende Wasser besser nutzen zu können. Nach früheren erfolglosen Versuchen wurde im Juli 1959 der erste Siphon erstmals von Manfred Keller mit einem Druckluftgerät durchtaucht. Die Höhlenforschungsgruppe Eschenbach-Göppingen räumte mehrere Verstürze ab und erforschte die zwei Hauptgänge der Höhle auf eine Gesamtlänge von 2410 Metern.

Die Endsiphons wurden 1964 und 1965 von Jochen Hasenmayer und Alexander Wunsch durchtaucht. Hinter dem Siphon des Nordganges liegt ein geschlossener Versturz. Hinter dem Siphon des Südganges folgen nach 80 Metern Engstellen, durch die kein Mensch mehr passt. Die Höhlenforschungsgruppen Stuttgart, Kirchheim und Ostalb haben im Mordloch 1986 mehrere Seitengänge erkundet und die Höhle auf 4320 Meter vermessen.“

„Jetzt kann jeder ins Mordloch eintauchen
Das Mordloch im Roggental zwischen Eybach und Treffelhausen kann jetzt jeder „besuchen“. Das 4300 Meter lange Karstsystem ist eigentlich nur die ersten 80 Meter zugänglich – dann geht’s unter Wasser. Mit dem Film von Michael Diefenbach lässt es sich nun ganz bequem vor dem heimischen Fernseher erforschen.“

Text komplett entnommen von Michael Rahnefeld, Geislinger Zeitung (http://www.filisa.de/index.php)

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