Montag, den 18. Dezember 2017

Jetzt ist es soweit. Die Kreissparkasse Göppingen hat den im Vorfeld bereits intensiv angekündigten neuen Internet-Auftritt live gestellt. Stolz präsentieren sich deshalb auch die Macher der KSK Göppingen, in der Mitte Vorstandschef Jürgen Hilse, den Betrachtern. Und das zu Recht, wurde doch die Usability der neuen Online-Präsenz stark verbessert.  Bermerkenswert: Der mächtige Berg des Region, der Hohenstaufen, vermittelt gleich  auf den ersten Blick Nähe, Vertrautheit, Sympathie und Tradition. Emotionale Werte mit denen seriöse Finanzdienstleister gerne punkten.

Die Verantwortlichen der KSK setzen mit dieser Positionierung Zeichen und profilieren ihr Unternehmen positiv gegenüber dem Hauptwettbewerber.

 

ksk-gp-de Picture 1

 

 

 

 

 

 

Doch jetzt zur Detailbetrachtung und den Pluspunkten:

  1. Die BLZ, vielen Bankkunden oft unbekannt, ist auf den ersten Blick erkennbar. Das war in der Vergangenheit jedenfalls nicht so.
  2. Die Suchfelder für die Anmeldung zum Online-Banking, eigentlich die wichtigste Information für ungeduldige Surfer, sind superleicht auffindbar.
  3. Im Gegensatz zu früher ist die Navigation primär an einer Stelle untergebracht.
  4. Diese Navigation ist zusätzlich auf die unterschiedlichen Zielgruppen ausgerichtet.
  5. Auf Anglizismen, die oft nur Marketer verstehen, wird zum Teil verzichtet (Z. B. statt „Sitemap“ neu „Überblick“).
  6. Auf Banner, die meist nerven und oft marktschreierisch daherkommen, wird ebenso verzichtet.
  7. Statt dessen werden Zusatzangebote mit dem aktivierenden „Jetzt“ angeteasert.
  8. Offenbar wird auf die Sicherheit schon im Bereich der Startseite hohen Wert gelegt. So sieht die URL nach Eingabe von KSK GP in Google aus https://bankingportal.ksk-gp.de/portal/portal/StartenIPSTANDARD.
  9. Somit ist es logisch, dass kein Google-Analytics eingesetzt wird.
  10. Summa summarum handelt es sich um eine behutsame Weiterentwicklung, die im Marketing so wichtige Wiedererkennbarkeit ist gegeben.

Das Bessere ist des Guten Feind. So sind auf www.ksk-gp.de  ein paar Optimierungen erkennbar:

  1. Statt  „Home“ ist „Startseite“ für die Zielgruppe der Generation 50+  ggf.  besser geeignet.
  2. Über das Thema Schriftgrößen-Einstellung sollte man nochmals nachdenken. Stichwort: Barriere-Freiheit.
  3. Die Überschriften sind ein-, zwei- und dreizeilig, somit ist der Blickverlauf nich immer ganz klar.
  4. SEO ist nicht ganz ausgereizt. Viele Vereine würden sicherlich gerne auf ksk-gp.de verlinken.
  5. Online wird offenbar nicht für den neuen Auftritt geworben. Die reichweitenstarken  NWZ.de, DasTelefonbuch.de etc. würden sich freuen. Aber auch das dürfte nur eine Frage der Zeit sein…

Einen Vergleich zu anderen Internet-Auftritten aus dem eigenen Haus, z. B. der KSK Ulm oder der KSK Esslingen, braucht der neue Auftritt der Banker aus dem Stauferland nicht zu scheuen. Auffällig ist in diesem Kontext der jeweils regionale Ansatz der einzelnen Institute, was wiederum die regionale Nähe dokumentiert.

Alles in allem: Schöne neue Kleider, weiter so!

Überkinger!!!  Was für ein Marke zu Zeiten des legendären „Sir“ Otto Neidhardt.

  • Überkinger: Synonym für sauren Sprudel
  • Überkinger: Synonym für Zukunftsbranche
  • Überkinger: Synonym für Engagement in Geislingen und der Region

Doch dann kam die unsägliche Natriumdiskussion und mit ihr viele Probleme von Marke und Konzern. Die Position des Mineralwasserprimus in Bayern wurde an Adelholzener verloren. Das Wasser der barmherzigen Schwestern aus dem idyllischen Alpenort überzeugte mit der Auslobung „Natriumarm“ sowie „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ . Zusätzlich verfolgten viele Wettbewerber den Dachmarkenansatz und mischten so den Markt neu auf. Überkinger hingegen konzentrierte sich lange Zeit auf ein Mehrmarken-Marketing  und verlor vielleicht auch deshalb. Man setze lieber auf den Relaunch altbekannter, aber auch kostenintensiver Marken wie Bluna und Afri Cola. mehr »

Am Freitag, dem 13. – zwei Tage vor dem Volkstrauertag und vier Tage nach dem Freitod von Robert Enke –  fand an der Haldenberg-Realschule in Uhingen eine traurig ergreifende Buchvorstellung statt. Kurz vor 21.00 Uhr  wurde von den beiden Autoren Michael Jentzsch und Benjamin Kwato Zahn die Geschichte ihres Lebens „ Blutsbrüder“ vorgestellt.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, aber die Auswahl an Unterhaltung- und Bildungsangeboten scheint gerade in den letzten beiden Monaten vollgespickt zu sein. An den Straßenrändern  hängen alle paar Meter Aktionsplakate. Da wird der  Novemberbunt im Uditorium  ebenso angepriesen wie der Weihnachtsmarkt in Rechberghausen oder Konzerte von Uriah Heep und Manfred Mann. Auch für die Kunsthalle liegt eine Einladung vor und bei Gebauer findet ein Weinabend statt. Hat  Frisch-Auf eigentlich am Samstag ein Heimspiel? Es fällt mitunter schwer Prioritäten für das Wochenende zu setzen, hatte ein Supermarkt zudem  einen Tischkicker im Angebot und ein Samstag Abend Essen mit Freunden ist ebenso vorgesehen. Also  –  was tun?

Im Mitteilungsblatt der Stadt Uhingen war auf Seite 12, im Kleingedruckten quasi, zu lesen, dass eine Buchvorstellung an der Haldenberg-Realschule stattfinden sollte. Buchvorstellung, da war doch was? Klar! Noch ganz aufgewühlt von der „Atemschaukel“  der Literaturnobelpreisträgerin  Herta Müller und der Geschichte eines 17 Jährigen Deutsch-Rumänen, der fünf Jahre in russischer Zwangsarbeit verbringen musste, konnte dieses Wochenende nur mit einer  Buchvorstellung starten.

Hier erzählten,  mit einiger Verspätung aus Karlsruhe kommend,  in der Aula der Haldenberg-Realschule die beiden Autoren Michael Jentzsch und Benjamin Kwato Zahn über die Geschichte Ihres Lebens.          

Es ist eine Geschichte über den Bürgerkrieg in Liberia und über eine unglaubliche Freundschaft, die jäh durch einen brutalen Bürgerkrieg beendet wurde und die nach 14 Jahren in einem tränenreichen Wiedersehen ihren Höhepunkt und ihre Fortsetzung fand. Der eine, Michael Jentzsch, Missionarskind und Lehrer aus Bremen. Der andere, Benjamin Kwato Zahn, Sohn von liberianischen Christen aus dem Gio-Stamm,  Flüchtling  und Farmer.

Das was die beiden Mitt-Dreißiger zu erzählen haben, lässt einen nicht mehr los. Während der Vorstellung erleben die gut 50 Zuhörer Paradies und Hölle zugleich: Paradiesisch die idyllische Kindheit von zwei Jungen, die wie Winnetou und Old Shatterhand Blutsbrüder werden, jagen, fischen, im Meer schwimmen, Wasserschildkröten fangen, Schlangen erlegen und ein Dschungelabenteuer nach dem anderen erleben. Dann höllisch die Grausamkeiten, die Ben während der 13 Jahre Bürgerkrieg erlebt. Er berichtet im Wechsel mit Michael, der schildert, wie es ihm nach der Flucht aus Liberia als kulturfremdes Missionarskind in Deutschland ergeht. Nach einigen Jahren hat er sich mit Deutschland ausgesöhnt, heiratet, bekommt Kinder, kauft ein Haus, doch die Sorge um Ben lässt ihn nicht los. Die Erzählung findet ihren Höhepunkt in dem lange herbeigesehnten Wiedersehen der beiden Freunde.

Abschließend sei noch vermerkt, dass die Buchvorstellung im Rahmen einer  Schülerarbeit von Sarah Frey (Klasse 9b) über das Buch „Blutsbrüder“ möglich geworden ist.  Da leider, leider die Werbung für diese Veranstaltung sehr spät anlief und somit nur 50 Gäste kommen konnten hier der direkte Hinweis, wo Sie mehr hören und v.a. wo Sie dieses Buch erwerben können:

 
 

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