Montag, den 18. Dezember 2017

Kritik der Mitarbeiter an Raebel

Quelle InsideB

„23.07.2005 Aqua-Römer-Mitarbeiter fordern Eigentümer auf, Freyersbacher-Geschäftsführer ins Gebet zu nehmen

Bernd Raebel scheint sich Feinde gemacht zu haben: Der Geschäftsführer der Brunnen Union und Verantwortlicher für die Töchter Aqua Römer und Freyersbacher, wird in einem offenen Brief von den schwäbischen Mitarbeitern hart angegriffen.

 

 

 

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Göppingen/Bad Peterstal- Griesbach. Die Mitarbeiter der Firma Aqua Römer in Göppingen und Mainhardt haben den Unternehmenseignern einen offenen Brief zukommen lassen. Aus Sorge »über die Zukunft des Betriebes und damit unserer Arbeitsplätze«, wie es in dem Schreiben heißt, das der Mittelbadischen Presse vorliegt. Darin werfen die rund 240 Mitarbeiter der Geschäftsleitung und insbesondere Geschäftsführer Bernd Raebel Konzeptlosigkeit und Arroganz vor. Die Geschäftsleitung habe »keine klaren Zukunftskonzepte, treffe »nicht mehr nachvollziehbare unternehmerische Entscheidungen«, »massive Bedrohungen durch Vorgesetzte« seien »an der Tagesordnung«. Betriebsvereinbarungen würden ignoriert, Personalentscheidungen »gehen nach dem Prinzip des Heuerns und Feuerns konzeptionslos vonstatten«, Kunden würden dadurch nicht mehr ordentlich und freundlich bedient.

Wie bei Freyersbacher?

Die Mitarbeiter sind sich sicher, dass die dritte Abfüllanlage in Mainhardt nur stark ausgelastet sei, um »Fehlinvestitionen der Geschäftsleitung« zu vertuschen. Angeblich werden Branchenentwicklungen falsch eingeschätzt. Kritik üben die Mitarbeiter an der Tatsache, dass trotz des derzeit herrschenden Preiskampfes Aqua Römer »mit Preiserhöhungen in den Markt« gehe. Noch weniger Verständnis haben sie dafür, dass die Regionalmarke »Göppinger Mineralwasser« in Einweg-Plastikflaschen abgefüllt werden soll.

Den Vorwürfen liegt eine Angst zugrunde: »Wir befürchten, dass unser Betrieb ähnlich dem Betrieb in Freyersbach langsam aber sicher zugemacht werden soll«. Freyersbacher – eine 100-prozentige Tochter der Brunnen-Union – hatte am 18. Januar bekannt gegeben, dass der 550 000 Euro teure Sozialplan zum Abbau von 20 Stellen stehe, und dass statt zwei künftig nur noch eine Schicht gefahren werde.

Die Motivation der Angestellten »geht immer mehr gegen Null«. Die Geschäftsleitung habe »ihre Glaubwürdigkeit vollständig verloren«. Und einen Grund für den angeblichen Kundenverlust haben die Mitarbeiter auch ausgemacht: Es sei »unserer Ansicht nach in einem arroganten Auftreten der Geschäftsleitung zu suchen«. Die Mitarbeiter haben Angst, dass die Geschäftsleitung »das Unternehmen sehenden Auges gegen die Wand fahre«. »Wir fordern Sie daher dringend auf, im Interesse des Fortbestands des Unternehmens und unserer Arbeitsplätze, gegenüber der Geschäftsleitung regulierend einzugriefen«, so die Bitte in dem zweiseitigen Brief an die Eigentümer.

Bernd Raebel wies gestern die Vorwürfe der 70 Unterzeichner zurück: »Ich bedrohe niemanden«.“

Quelle:

http://www.insideb.de/index.php?scriptlet=CMS/News&cid=1039&table=politik

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